Part #1 Der Unterberg ruft – Der Hausberg von Kössen

Ich habe mich entschlossen, unseren Hausberg von Kössen, in all seinen Facetten vorzustellen. Er hat so viel zu bieten und ist einfach nur wunderschön! Ich bin stolz darauf, auf der Bärenhütte arbeiten zu dürfen! Heute der Part #1 von „Der Unterberg ruft“ ich wünsche euch viel Spaß! Follow me für weitere Folgen! Bis bald!

Den Beruf zum Hobby machen

Ich kann euch kaum sagen, wieviel Spaß ich in meinem Beruf habe. Begonnen hat alles mal ganz anders. Ich wollte Kindergärtnerin werden. Ja, ich finde auch, man kann mit 13-14 Jahren doch gar nicht wirklich entscheiden, was man später machen wird. Ich habe meine Leidenschaft für die Gastronomie mit ca. 17 Jahren entdeckt. In meinem Schulgebäude war unter anderem die Salzburger Tourismusschule Kleßheim untergebracht.

Die Zeit war noch anderes, wenn man etwas beginnt macht man es auch fertig. So bin ich aufgewachsen. Ich wollte den Beruf der Kindergärtnerin nicht ausüben, es hat mit nicht gefallen.

Ich habe sehr viel Zeit in der Tourismusschule verbracht, habe dort geholfen, mich bei Veranstaltungen einteilen lassen, hatte meine Freunde dort. Bis zu dem Tag, als mich der Direktor der Toursimusschule „entdeckt“ hat. Seine Worte waren: „wenn ich mit der Schule und Matura fertig bin soll ich doch unbedingt nach Salzburg in das Tourismuskolleg gehen. Er würde sich unbedingt dafür aussprechen, ich muss in die Gastronomie.“

Das war eine klassische Form von Begabtenförderung. Ein Lehrer, der wirklich auf die persönlichen Belange und Stärken der Schüler eingegangen ist. Ich bin heute noch sehr dankbar dafür. Er hat mir eine tolle Ausbildung ermöglicht. Sie war nicht leicht, und oftmals wollte ich in den Jahren das Handtuch werfen, soviel Wissen wurde mir in mein Hirn gestopft, aber heute bin ich dankbar.

Es gab eine Zeit, da wollte ich mein Hobby zum Beruf machen, das war eine tolle, schöne, viel gereiste und horizonterweiternde Erfahrung. Die Zeit möchte ich auf keinen Fall missen.

Jetzt bin ich wieder zu meinen Wurzeln zurückgekehrt. Es macht Spaß, mein Beruf ist mein Hobby.

Ich hoffe, unsere Gäste spüren die Liebe zu meinem Beruf. Wir sehen uns ……. auf der Bärenhütte in Kössen.

Fachkräftemangel

Der Winter naht mit großen Schritten.

In den Medien wird es schon seit einiger Zeit beschrieben und ich denke, es gibt keine Branche, die es nicht betrifft. In der Gastronomie und Hotellerie ist es allerdings so weit, dass wirklich Hotels und Restaurants geschlossen werden müssen.

Es gab einmal eine Zeit, in der die Gäste lieber ins Ausland gefahren sind. Billige Flüge, Strand, Sonne und Meer. Heute hat sich das alles aber wieder gedreht, die Menschen besinnen sich wieder auf die einfachen Dinge im Leben, achten auf sich, gehen wandern, Radfahren uvm.

Ich finde diese Entwicklung wunderbar, Gäste aus dem nahen und fernen Ausland kommen wieder nach Österreich. Es ist sicher, klimatisch einfach toll, kühle Nächte, sonnige Tage, Berge, Seen in reinster Wasserqualität, Schnee ohne Ende. Was könnten wir uns noch alles wünschen.

Wenn da nicht das Problem wäre, das leider auch hausgemacht ist. Wir haben mit unseren Lehrausbildungen eine der besten Ausbildung auf der Welt. Vor 30 Jahren dann die Wende. Immer mehr Hochschule, jeder muss studieren, einen FH Abschluss etc. Dadurch fehlt es überall an Lehrlingen. Meine Sohn, auch gelernter Restaurantfachmann, war in der Berufsschule (2018) mit 11 oder 12 Kollegen, 70 % mit Migrationshintergrund. Das sind zu wenig. Früher waren Klassen mit 25 oder 30 Jugendlichen pro Lehrgang alleine aus Tirol.

Wir bekommen einfach keine Mitarbeiter mehr.
Früher war auch Saisonarbeiten kein Thema, 7 Tage die Woche für2-3 Monate. Aber die Mitarbeiter müssen geschützt werden (auch wenn sie das gar nicht geschützt werden wollen). Ich selbst stehe oft 7 Tage im Restaurant, weil ich es meinem Mitarbeiter nicht zumuten will, alleine arbeiten zu müssen. Die Mitarbeiter sind dann oft der Prellbock für die Meckereien der Gäste, warum zu wenig Personal da ist. Sorry, wir haben 7 Tage die Woche geöffnet! Es gibt bereits viele Gasthäuser, die auf Grund der Situation nur noch von Donnerstag bis Sonntag geöffnet haben.

Wohin wollen dann die ganzen Gäste gehen? Kein schneller Kaffee, ein Geschäftsessen, ein nettes Mittagessen oder Bruch mit Freunden.

SEID NETT ZU UNSEREN MITARBEITERN; GÄSTE SIND EINFACHER ZU FINDEN ALS GUTES PERSONAL!

Unter gutem Personal verstehe ich sauber, freundlich, der Sprache mächtig, schnell, flexibel.

Ich habe schon wieder Angst vor der Wintersaison. Bereits letztes Jahr hatte ich mindestens 3 – 5 Mitarbeiter zu wenig. Wie lange können die Stammmitarbeiter das noch abfedern?

Die Gastronomie ist so ein toller Job. Ich würde ihn nicht so lange machen, wenn ich nicht so glücklich wäre in dem Beruf.

Auch ist es nach wie vor so, dass in der Gastronomie gutes Geld zu verdienen ist. Der Grundlohn laut Kollektiv ist wirklich nicht übermäßig, aber, solange man nicht unverschämte Forderungen stellt kann man mit vielen Gastronomen/ Hoteliers eine für beide Seiten akzeptable Variante finden. Und nicht zu vergessen, das Trinkgeld ist nach wie vor nicht schlecht. Dafür muss man halt auch was tun!

Gerne freue ich mich auf einige Bewerbungen. Wir sind offen für viele Wünsche der Mitarbeiter, ob Teilzeit von 9 -12 oder von 12-15 oder wie auch immer, ob Vollzeit, nur 5 Tage, alles ist möglich, nur sprechen muss man darüber!

https://barenhutte.webnode.com/offene-stellen/ hier findet ihr auch die offenen Stellen für den Winter 2019/2020

Ich hoffe der Trend geht wieder einmal in die andere Richtung und mehr Deutschsprachige und auch Einheimische werden uns in den Gasthäusern und Hotels ein paar schöne Stunden genießen lassen.

Rezensionen schreiben, aber bitte richtig.

Mal ehrlich, wer hat nicht schon einmal eine Rezension geschrieben? Für ein Produkt, eine Dienstleistung, etc.

Wofür steht Rezension eigentlich?

Definition laut Wikipedia:
Musterung, qualitative Prüfung, aufzählen bzw. zusammenfassen. 
Es werden in ihr Inhalte, wissenschaftliche Erkenntnisse, kulturelle Schöpfungen, wie auch Gebrauchsgüter analysiert und in der Regel anhand sach- und fachgemäßer Normen bewertet.

Betrachtet man Google Rezensionen, ist es ein unsachgemäßes Wirrwarr und kaum aussagekräftig. 

Wie sinnlos ist eine Bewertung ohne Text? 5 Sterne, da kann man es ja verstehen da hat alles gestimmt.
1, 2 oder 3 Sterne und sich nicht zu äußern, was schief gelaufen oder was nicht gefallen hat, ist für niemanden eine Hilfe. Teile allen mit, was du denkst. Nur so kann das betroffene Unternehmen reagieren und etwas ändern.

Aber bitte überlege bevor du schreibst!  Bleibe sachlich.

Schreibe nicht sofort deine Rezension,  schlafe eine Nacht darüber, meistens stellt es sich dann anders dar. Dies gilt übrigens für alles im Leben. Niemals wenn man sich über etwas geärgert hat drauf los schreiben. Das verletzt und verzerrt die Tatsachen.

Ich wünsche mir, dass Google ein neues Bewertungssystem einführen würde.

* ein Stern für das Ambiente
* ein Stern für die Bedienung
* ein Stern für die Sauberkeit
* ein Stern für das Angebot
* und ein Stern für den Geschmack. 

Es ist klar, die Wahrnehmung ist bei jedem Menschen individuell. Aber so könnte man vielleicht ein klein wenig Ordnung im System schaffen.

Toll ist natürlich, auch wenn alles schön und gut war, einen Text zu schreiben. Das freut den Unternehmer und auch  die zukünftigen Gäste  und Kunden.

Übrigens hat man mir immer gesagt: „Willst du gutes und frisches Essen, gehe dorthin, wo du nicht alleine bist“ Auch wenn man mal ein bisschen warten muss – na und, wenn es geschmeckt hat und man sich zufrieden in den Sessel zurücklehnt ist alles wieder vergessen.

Hier noch ein Beispiel für eine sinnlose Bewertung:

Dazu fällt mir nur ein: Thema verfehlt. Ein Stern wenn eigentlich so viel gut war………..
Vielleicht auch mal hinterfragen, warum ist kein Spielplatz da? Der Winter war hart und der Spielplatz ist kaputt. Lieferzeiten für einen Neuen bis zu 8 Wochen.
20 minuten Wartezeit? Ein Bergrestaurant ist keine Fastfood Kette.

Who am I?

Das kleine Ich bin Ich

Ich liebe meinen Job, meine Kollegen, mein Leben, meine Familie, meine Haustiere, ……….uvm.
Sicher, es gibt natürlich auch Tage, da ist man nicht ganz so positiv, aber 80% meines Lebens bin ich positiv. Warum? Es hat auch Zeiten gegeben, da war wirklich nicht alles rosig.

Dann habe ich meine liebe Chefin (ABST-Institut 2001-2015) kennengelernt. Sie war meine Mentorin. „Was du unablässig denkst wird“ war ihr Spruch, der mich geprägt hatte.
Ich habe darüber nachgedacht und siehe an, es stimmt. Oft hatte ich in meinem Leben gesagt: „Niemals will ich (zB Buchhaltung machen, Kinder, dies und das…..“ das Ergebnis: es manifestiert sich im Gehirn und es wird so kommen.

Das ganze kann man aber auch umdrehen und positiv beschreiben. „Gerne möchte ich ….“. Ich hatte begonnen, Dinge, oder auch Job, Partnerschaft, Wohnsituation etc zu Beschreiben, auch nieder zu schreiben um es in mein Gehirn einzubrennen.

Ein kleines Büchlein hat mir geholfen, niemand außer mir durfte es in die Hände bekommen. Es war mein kleines Geheimnis, was ich mir wünschte.

Was ich in dieser Zeit gelernt habe ist Geduld zu haben. Geduld mit sich selbst und mit den anderen. Es hilft ungemein und es ist ein wahrer Schatz.