Die Katze beisst sich in den Schwanz

Wir sind in einem Kreislauf angekommen, an dem man erkennt, wie die Veränderungen jedes Einzelnen, Auswirkungen auf die Allgemeinheit haben. Profitgier und falsche Entscheidungen, die bereits vor Jahrzehnten getroffen wurden, zeigen jetzt ihr volles Ausmaß.

Noch vor vielen Jahren, damals, wurden Häuser gebaut und viele konnten es sich nur leisten, wenn man sich mit Zimmervermietung etwas dazuverdiente. Ein Teil des Hauses hatte Fremdenzimmer, ausgestattet mit Betten, Schrank und einem Waschbecken. Toilette und Dusche bzw. Badwanne wurde gemeinschaftlich genutzt. Irgendwo im Haus gab es auch noch ein Frühstückszimmer, das als Gemeinschaftsraum genutzt wurde. Oftmals sogar mit einem Fernseher, in schwarz-weiß. Familie wurde, für die Urlauber, die das Geld bringen zurückgestellt. Weihnachten und Ostern mit fremden „Freunden“.

Irgendwann kam die Zeit, da waren Fremde im Haus in dieser Form nicht mehr erwünscht und die Zimmervermieter haben begonnen, ihre Zimmer zu renovieren und weniger Zimmer, mit mehr Ausstattung anzubieten. Schlussendlich, um weniger Arbeit zu haben wurde aus den Zimmern eine Ferienwohnung. Kann man ja auch teurer vermieten und das mit dem Frühstück fällt dann auch weg.

Ich persönlich stehe auch heute noch voll auf Zimmer mit Frühstück. Wenn ich könnte würde ich die Zeit zurückdrehen.

Früher war in der Gastronomie und Hotellerie noch einheimisches Personal vorhanden. Der Berufsstand war etwas wert, da es Menschen verband und für Gesellschaft sorgte.
Restaurants, Bars und Cafes wurden gebaut, wobei niemand auch nur im entferntesten daran dachte, daß irgendwann kein Einheimischer mehr in der Gastronomie arbeiten will. Wochenende arbeiten? Mehr als 8 Stunden, 6 Tage und vieles mehr sind heute nicht gerne gesehen.

Somit war die Branche gezwungen, Personal von auswärts zu akquirieren. Einige Zeit kamen Mitarbeiter aus den anderen Bundesländer, diese hatten selbst eine Wohnung gesucht (zu anderen Preisen als heute in unserem Bezirk gang und gebe) oder die Liebe hat sie sesshaft gemacht.
Dann folgt die weitere Entwicklung. Immer mehr Menschen aus anderen Ländern wurden herangezogen, die meist aber nur für ein zwei oder drei Monate. Wenn die Arbeit von den Ortsansässigen nicht gemacht werden will, oder kann, ist das eine logische Schlussfolgerung.
So wie in unserer Situation, das Restaurant hat keine Zimmer für Personal, die Ferienwohnung sind zu teuer, in vielen Restaurants gibt es gar keine Zimmer. Also wohin mit dem Personal?

Diese Entwicklungen sind echt Bedenklich! Ohne Personal keine Dienstleistung, ohne Zimmer kein Personal, ohne Dienstleistung keine Gastronomie, ohne Gastronomie kein Gast. …………..

Früher hat man mehr miteinander gelebt. Heute denkt doch jeder nur noch an sich.

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