Es sind die kleinen Dinge des Lebens

die das Leben Lebenswert machen

Heute habe ich in meinen Kühlschrank Nachsicht gehalten, was denn da noch so alles essbares zu finden ist. Es ist ja nicht so, daß wir nicht noch Läden hätten, die gefüllt sind mit Lebensmitteln und alles was der Mensch so braucht (oder nicht braucht). Ich allerdings kann es mit meiner Lebenseinstellung nicht verantworten, dass Lebensmittel weggeworfen werden. Also, die Inspektion ergab, meine Äpfel werden langsam runzlig.
Geht es euch nicht auch so, in Tagen wie diesen, man denkt wieder viel öfter an seine Familie, Großeltern und Eltern? Mir ist folgende Geschichte eingefallen.

Meine Großeltern hatten in ihrem Garten zwei Apfelbäume. Als Kinder haben wir darunter gespielt, eine Schaukel hing an dem Baum. Als die Erntezeit gekommen war wurde ein Apfel nach dem anderen abgenommen und vorsichtig im Keller gelagert. Bloß nicht anecken, sonst wird der Apfel sofort faul. Somit hatten meine Großeltern eigentlich den gesamten Winter, bis zur nächsten Apfelblüte das Kellerlager gefüllt. Mein Großvater machte täglich Inspektion, ob noch alle gesund sind. Jene, die schon eine leichte braune Stelle bekamen wurden zu Oma in die Küche gebracht. Entweder es gab Apfeltaschen oder es gab Apfelradl! So einfach, so köstlich! Ich habe mich sofort an die Arbeit gemacht und aus meinen beiden Äpfelchen unser heutiges Mahl bereitet.

Samenaufzucht im Eierkarton

Schönen guten Abend!
Ich möchte euch gerne mein Projekt der Aufzucht von Pflanzen Samen vorstellen. Da es derzeit noch zu Kälteeinbrüchen kommen wird und ich kein Frühbeet besitze, aber jetzt schon gerne meine Pflanzen ziehen will habe ich mir mein Fensterbank-Frühbeet gemacht.

Eierkartons haben durch ihre Zusammensetzung eine sehr gute Speicherwirkung für Feuchtigkeit. Auf der Fensterbank ist es Temperaturstabil und die Sonne, wenn sie scheint bringt genug Licht. Jeder hat einen Eierkarton zu Hause, Erde gibts auch und alles ist Biologisch abbaubar!

So einfach und schnell können Pflanzen gezogen werden. Sobald sie groß und stark genug sind dürfen Sie in mein selbstgebautes Palettenhochbeet oder in Blumenkisten.
Wenn sich die ersten Pflänzchen zeigen werde ich wieder berichten.

Versuchs doch auch! Ich freue mich auf Eure Eierkarton-Pflanz-Ergebnisse!

Tag 4 und die ersten Spitzen blitzen schon aus der Erde!

Confieren

Confieren ist eine sehr alte Garmethode, die lange in Vergessenheit war.

Immer wieder in den Zwischensaisonen beschäftige ich mich mit Küchentechniken. Neu entdeckt habe ich für mich das confieren. Es wird angewandt bei zartem Fleisch, Geflügel, Wildgeflügel oder zarten Fischfilets.

Es ist ein langsamens garen bei niederer Temperatur im Fettbad. Zur Farbgebung und für die Bildung von Röstaromen wird das Gargut nach dem Confieren in der Pfanne nachgegart.

Für das confieren habe ich einen Topf mit Olivenöl (wieder frisch aus Griechenland bekommen) befüllt, nur so viel, das die Entenbrust bedeckt ist.

Mit dazu habe ich Knoblauch, Zwiebel, Pfefferkörner. Ich habe einen Garthermometer, den ich auf eine Temperatur von 70 °C gestellt habe.


Den ganzen Topf habe ich in meinen Herd gestellt und ebenfalls 70°C eingestellt. Ist auch ein guter Test, ob die Temperatur auch wirklich stimmt.
Die Entenbrust ist jetzt schon eine Stunde im Ofen.


In der Zwischenzeit habe ich Zwiebel geschnitten, die Champignons geputzt und gemeinsam mit dem Zwiebel in Butter sautiert, Erbsenschoten und in Streifen geschnittenen Kolrabi mit dazu, gesalzen und zur Seite gestellt.
Als 2. Beilage gibt es bei mir Bandnudeln.

Nach dem confieren nehme ich die Entenbrust aus dem Öl, schneide die Haut ein und

brate die Hautseite in einer Pfanne kurz an.

Dadurch wird die Haut knusprig und bekommt eine schöne, braune Farbe.

Ich richte mein Gemüse am Teller an, gebe meine Bandnudeln dazu und schneide die Entenbrust in feine Streifen. Mit einer Entenbrust haben wir zu zweit ganz leicht genug!
Das Ergebis ist sensationell! Was für ein Genuß und nochmals viel besser, weil ich es selbst gemacht habe!

Confierte Entenbrust mit Gemüse und Bandnudeln

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen!

Von Entschleunigung und Zeit für sich selbst

Ich muss euch sagen, auch wenn der Grund für unsere Zwangspause erschreckend ist, macht mir die Situation keine Angst und sie kann sehr heilsam sein für jeden Einzelnen.

Gedanken und Ziele neu sortieren, was fängt man mit der neugewonnenen Zeit an? Welche Gedanken kommen uns in den Sinn, was macht man daraus?

Mein Tagesablauf besteht darin, dass ich zu meinen normalen Zeiten aufstehe, mich anziehe und fertig mache, als ob ich in die Arbeit gehen würde. Das Wichtigste für uns Menschen ist, einen Rhymtmus beizubehalten. Wenn ich dann fertig bin, auch wenn ich alleine zu Hause bin setze ich mir eine Tagesaufgabe. Ich habe so viele Hobbies, ich weiß sonst gar nicht, wo ich anfangen soll und wie schon öfters erlebt, wenn ich weiß ich möchte 5 Dinge machen und habe keine Zeiteinteilung, dann mache ich gar nichts. Und das macht wenig Sinn.
Durch die Gastronomie -Zwischensaisonen kenne ich alle Varianten von „Nichtstun“. Vor dem Fernseher gammeln, im Jogginganzug oder noch schlimmer im Schlafanzug den ganzen Tag , unfertig, unfrisiert, …….. ganz schlecht für die Psyche!

Somit nehme ich euch ein wenig mit in meine Vielfalt an Interessen und Möglichkeiten.
Sozusagen, mein ganz persönliches Corona-Tagebuch. Nach unserer „Stay at Home“ Zeit werden wir überrascht festestellen, zu was jeder von uns fähig ist, wir werden uns neu finden und ich hoffe inständig, dass wir nicht sofort wieder in den alten Trott von Konsumwahn und falschen Idealen zurückfallen.

Die Welt und das Leben ist zu schön, um es mit Sinnlosem zu ruinieren.

Darum appeliere ich nochmals an alle, bleibt zu Hause, auch wenn ihr in eurer Region noch keine, oder kaum Fälle von Corona habt, es ist unsere Pflicht, der Verbreitung entgegenzuwirken und das können wir nur, wenn wir mithelfen und uns an die Regeln halten!

Die Katze beisst sich in den Schwanz

Wir sind in einem Kreislauf angekommen, an dem man erkennt, wie die Veränderungen jedes Einzelnen, Auswirkungen auf die Allgemeinheit haben. Profitgier und falsche Entscheidungen, die bereits vor Jahrzehnten getroffen wurden, zeigen jetzt ihr volles Ausmaß.

Noch vor vielen Jahren, damals, wurden Häuser gebaut und viele konnten es sich nur leisten, wenn man sich mit Zimmervermietung etwas dazuverdiente. Ein Teil des Hauses hatte Fremdenzimmer, ausgestattet mit Betten, Schrank und einem Waschbecken. Toilette und Dusche bzw. Badwanne wurde gemeinschaftlich genutzt. Irgendwo im Haus gab es auch noch ein Frühstückszimmer, das als Gemeinschaftsraum genutzt wurde. Oftmals sogar mit einem Fernseher, in schwarz-weiß. Familie wurde, für die Urlauber, die das Geld bringen zurückgestellt. Weihnachten und Ostern mit fremden „Freunden“.

Irgendwann kam die Zeit, da waren Fremde im Haus in dieser Form nicht mehr erwünscht und die Zimmervermieter haben begonnen, ihre Zimmer zu renovieren und weniger Zimmer, mit mehr Ausstattung anzubieten. Schlussendlich, um weniger Arbeit zu haben wurde aus den Zimmern eine Ferienwohnung. Kann man ja auch teurer vermieten und das mit dem Frühstück fällt dann auch weg.

Ich persönlich stehe auch heute noch voll auf Zimmer mit Frühstück. Wenn ich könnte würde ich die Zeit zurückdrehen.

Früher war in der Gastronomie und Hotellerie noch einheimisches Personal vorhanden. Der Berufsstand war etwas wert, da es Menschen verband und für Gesellschaft sorgte.
Restaurants, Bars und Cafes wurden gebaut, wobei niemand auch nur im entferntesten daran dachte, daß irgendwann kein Einheimischer mehr in der Gastronomie arbeiten will. Wochenende arbeiten? Mehr als 8 Stunden, 6 Tage und vieles mehr sind heute nicht gerne gesehen.

Somit war die Branche gezwungen, Personal von auswärts zu akquirieren. Einige Zeit kamen Mitarbeiter aus den anderen Bundesländer, diese hatten selbst eine Wohnung gesucht (zu anderen Preisen als heute in unserem Bezirk gang und gebe) oder die Liebe hat sie sesshaft gemacht.
Dann folgt die weitere Entwicklung. Immer mehr Menschen aus anderen Ländern wurden herangezogen, die meist aber nur für ein zwei oder drei Monate. Wenn die Arbeit von den Ortsansässigen nicht gemacht werden will, oder kann, ist das eine logische Schlussfolgerung.
So wie in unserer Situation, das Restaurant hat keine Zimmer für Personal, die Ferienwohnung sind zu teuer, in vielen Restaurants gibt es gar keine Zimmer. Also wohin mit dem Personal?

Diese Entwicklungen sind echt Bedenklich! Ohne Personal keine Dienstleistung, ohne Zimmer kein Personal, ohne Dienstleistung keine Gastronomie, ohne Gastronomie kein Gast. …………..

Früher hat man mehr miteinander gelebt. Heute denkt doch jeder nur noch an sich.

Tandemfliegen mit Christoph und Leander von NOG

Heute bin ich mit Christoph und Leander am Nordstartplatz der Paragleiter am Unterberg neben der Bärenhütte. Ich interessiere mich für einen Tandemflug.

Kurz vorweg, Kössen ist die Pionierstätte für Drachenfliegen und Paragleiten in Österreich. 1973 wurde der erste Club (1.österreichischen Kiting Klub Kössen), damals noch für Drachenflieger und Hängegleiter, gegründet. Seit dieser Zeit gehört der Flugsport zu Kössen. Über dem Himmel des Unterbergs tummeln sich oftmals viele hunderte Paragleiter.
Von der Bärenhütte aus kann man den Startvorgang beobachten und die Ruhe genießen, die ein Paraschirm auf uns Menschen ausübt, wie ein großer Vogel bewegt sich das Fluggerät mit seinem Piloten durch die Lüfte.

International ist Kössen für seine gute Thermik bekannt. Ein besonderes Highlight ist auch das „Super Paragliding Testival“ im Frühjahr. (11. – 14. Juni 2020)

Jetzt aber wieder zurück zu meinem Flug. Bevor ich es wage mit Christoph in luftige Höhen zu gleiten, möchte ich natürlich so einiges wissen. Christoph steht mir Rede und Antwort, bevor ich von Leander das Gurtzeug angelegt bekomme und ………….a b h e b e !!

So etwas sollte man auch jeden Fall einmal machen. – Ist übrigens auch eine tolle Idee für ein Geschenk.

Der Unterberg ruft Part #5 – Die Bärenhütte

Raffaela führt euch durch und um die Bärenhütte

Ich bin mit euch unterwegs zum 5. Teil unserer Serie „Der Unterberg ruft“. Hier besuchen wir die Bärenhütte am Unterberg. Auf 1500 Meter hat man einen tollen Blick zu den Hohen Tauern, dem Kitzbühler Horn, dem Kaisergebirge, der Walchsee, die Bayrischen Berge des Achen- und Chiemgaus, über Reit im Winkl bis hin zum Rauschberg u.s.w.

Mit der Unterberghornbahn (Kabinenbahn) kommt man fast direkt bis zur Bärenhütte. Der Fußweg geht über eine Forststraße ca. 7 – 10 Minuten in leichter Steigung. Auch für Kinderwagen befahrbar. Für die Fitten unter euch gehts auch steiler in 3 Minuten. Genau wird das noch in unserem 1. Teil der Serie beschrieben. (https://tirolerin.blog/2019/08/11/der-unterberg-ruft-der-hausberg-von-koessen/)

Wanderer laufen vom Parkplatz an der Bergbahn 2 Stunden bis zur Bärenhütte. Vorbei am Gasthaus Scheibenwald, unserem 3. Teil von der Unterberg ruft (https://tirolerin.blog/2019/08/21/part-3-der-unterberg-ruft/)

Oder man fährt mit dem E-Bike, unserem 2. Teil der Serie, (https://tirolerin.blog/2019/08/16/part-2-der-unterberg-ruft/) in ca 35 – 60 Minuten, je nach Intensität.

Viel Spaß!

Part #4 Der Unterberg ruft – Das Gipfelhaus

Unsere Wanderung über den Rundweg 2 – zum Gipfelhaus am Unterberg

Unsere Reise geht weiter.

Heute wandern wir auf dem Rundweg 2 von der Bärenhütte zum Gipfelhaus. Der Weg verläuft ca. 40 Minuten über die Forststrasse. Das Gipfelhaus ist eine urige, gemütliche Hütte. Der Wirt Wolfgang bewirtschaftet die Hütte, die er von seinem Vater übernommen hat, seit 30 Jahren. Wandert mit mir, wir besuchen Wolfgang mit seinen seltenen Waliser Schwarznasen-Schafen.

Part #3 Der Unterberg ruft – Gasthaus Scheibenwald

Beim Andi im Gasthaus Scheibenwald.

Raffaela ist mit ihrem Team von der Bärenhütte zu Besuch beim Scheibenwald Andi

Das Gasthaus Scheibenwald liegt auf 1150 m Seehöhe. Im Sommer erreichen Sie die Hütte über einen bequemen Fußweg in ca. 1 Stunde oder auch mit dem Mountain-, oder E-Bike in ca. einer halben bis 1 Stunde. Die Hütte wurde in uriger und traditioneller Bauweise mit komfortabler Ausstattung errichtet. Ein biologischer Landwirtschaftsbetrieb mit eigenen Produkten, die Gastgeber sind stets um euer Wohl bemüht. Die großzügige Terrasse mit Liegestühlen bietet genügend Raum zur Entspannung oder für Veranstaltungen (Hochzeit, Firmenfeier, Grillabend, Vereinsfeier, Geburtstagsfeier uvm.).

Part #2 Der Unterberg ruft – Intersport Planer

Unsere Reise geht mit dem geliehenen E-Bike vom Intersport Planer, rauf auf den Unterberg. Die Forststrasse ist 10 Kilometer lang bis zur Bärenhütte. Fahrzeit mit „Eco“, also der leichtesten Unterstützung ca. eine Stunde. Mit Turbo, also der vollen Leistung ca 40 Minuten.

Wenn ihr das Radl auf der Bärenhütte aufladen wollen, bitte bringt das Ladekabel mit, Steckdosen stellen wir zu Verfügung.

Ich freue mich, wenn ihr mich auch weiterhin bei meiner Reise begleitet. Einfach auf http://www.Tirolerin.blog folgen und keine Folge verpassen.